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traurige, ariſtokratiſche Straße, wie es nur eine geben konnte,— wohnte der Graf Herbel von Courtenay, ein Oheim von Petrus, der ältere Bruder ſeines Vaters. Geboren in St. Malo, hatte der Graf Herbel im Jahre 1784 Ludwig XVI. ſeine thätige Ergebenheit
und die Mitwirkung ſeiner Landsleute,— Officiere vom Genie oder von der Marine wie er,— ange⸗ boten.
Als zwei Jahre nachher die geſetzgebende Ver⸗ ſammlung die Aufhebung der königlichen Functionen beſchloß und von den Truppen einen Eid forderte, in welchem der königliche Name nicht ausgeſprochen wurde, führten mehrere Officiere, dieſen Eid als der Redlich⸗ keit entgegen betrachtend, ganze Regimenter weg, wan⸗ derten mit Sack und Pack aus, und begaben ſich nach Coblenz, wo der Prinz von Condé, Chef der bewaffne⸗ ten Emigration, ſein Hauptquartier aufgeſchlagen hatte.
Der Graf von Herbel war dieſem Wege nicht ge⸗
folgt: wie Chateaubriand hatte er das Atlantiſche Meer
durchſchifft, und er befänd ſich in New⸗Orleans, als er die Ereigniſſe vom 10. Auguſt und die Einkerkerung des Königs erfuhr. Da ſchien es ihm, die Stimme des ſterbenden Königthums rufe ihm zu, der Platz eines Edelmanns ſei zu ſolcher Stunde nicht in Amerika, ſondern an den Ufern des Rheins; er reiſte daher mit dem erſten Schiffe ab, das nach England unter Segel ging, landete in Holland, und kam von Holland nach Coblenz.
Hier fand er den Kern des royaliſtiſchen Heeres, gebildet aus den Gardes du Corps, die, nach dem 5. und 6. October entlaſſen, nicht in Frankreich geblieben waren; ein Heer, welches man dadurch vervollſtändigte, daß man ihm Emigranten einverleibte, die von allen Punkten Frankreichs herbeigekommen waren. Man ſtellte,— und das war keiner der geringſten Vorwürfe, die man den Emigranten machte,— man ſtellte auf dem Fuße, auf dem es unter Ludwig XV. geweſen war, das


