Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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bigotten Adel ihrer Zeit verwandt; vom Erzbiſchof bis zum letzten Kirchenvorſteher der Pfarre kannte ſie alle Kirchenmänner, wie ſie vom Präſidenten der Pairskam⸗ mer bis zu den Huiſſiers von Herrn von Talleyrand alle Männer der Politik kannte.

Sodann der Graf Rappt, ihr Günſtling, Mitglied der Kammer der Abgeordneten, Chef von einer der mächtigſten Fractionen der Rechten, früher Adjutant des Marſchalls. Das war ein Mann von neun und dreißig bis vierzig Jahren, kalt, tavfer, ehrgeizig, un⸗ ter einer Eismaske alle die zu Grunde richtenden Lei⸗ denſchaften des Spiels verbergend, welche an der Börſe ihren Urſprung nehmen und beim grünen Teppich aus⸗ laufen. Während dieſer vierzehn Tage war er dreimal gekommen, und obſchon er ſich herabgelaſſen, dem Por⸗ trait eine ganz beſondere Aufmerkſamkeit zu gewähren, hatte er doch Petrus äußerſt mißfallen.

Die einzige Perſon, deren Gegenwart dem jungen Maler angenehm war, war Madame Lydie von Märande, eine Penſionsfreundin von Regina, welche ungefähr zwei Jahre vörher einen der reichſten und populärſten Bangüiers der Zeit, ein Mitglied der Kammer der Abgeordneten, wo er beharrlich Oppoſition gegen die royaliſtiſche Partei machte, geheirathet hatte.

Es befand ſich noch eine Perſon im Hauſe, von der Petrus oft Regina und Abeille hatte reden hörenz das war die Marſchallin von Lamothe⸗Houdan, die Mutter der zwei Mädchen; ſie war von ruſſiſcher Herkunft und Tochter eines Fürſten;— hievon kam der Titel Prin⸗ zeſſin, den man zuweilen aus Höflichkeit Regina gab.

Wir werden dieſe verſchiedenen Perſonen wieder⸗ finden, ſowie wir derſelben für die Entwickelung ueiſe⸗ rer Handlung bedürfen. Verlaſſen wir ſie alſo einen Moment, um einen Blick auf einen Verwandten von Petrus zu werfen, der ſeinerſeits berufen iſt, einige Wichtigkeit im Laufe unſerer Erzählung zu erlangen.

In einem Hotel der Rue de Varennes,— eine