verbrachten der Künſtler, Regina und das Kind Stun⸗ den, welche Petrus ſich hätte mögen in's Unendliche ver⸗ längern ſehen.
An den Tagen, wo eine Lection die kleine Abeille zurückhielt, führte Regina, treu der Ermahnung von Petrus, ihr Geſicht durch die Plauderei zu beleben, das Geſpräch auf den erſten den beſten Gegenſtand; und der erſte der beſte Gegenſtand nahm, Anfangs gleichgültig, bald ein wachſendes Intereſſe an; denn Regina ent⸗ rollte bei jeder Gelegenheit vor den Augen von Petrus Schätze von Wiſſen, Herzensgüte und Geiſt,
Die Converſation entſpann ſich gewöhnlich über die Malerei und die Bildhauerkunſt: man ließ die Ma⸗ ler aller Zeiten und aller Länder die Revue paſſiren; Petrus war im Antiken gelehrt, wie Winkelmann und Cicognara; Regina, welche Reiſen in Flandern, Ita⸗ lien und Spanien gemacht hatte, kannte Alles, was Großes in dieſen drei Schulen zu Tage gefördert wor⸗ den war.— Von der Malerei ging man ſodann zur Muſik über; auch hierin kannte ſie Alles, von Porpora bis Auber, von Haydn bis Roſſini. Von der Muſik kam man zur Aſtronomie; von der Aſtronomie zur Bo⸗ tanik: es iſt mehr Verwandtſchaft, als man glaubt, zwi⸗ ſchen den Sternen und den Blumen; die Sterne ſind die Blumen des Himmels, die Blumen ſind die Sterne der Erde.
Als aber dieſe Gegenſtände erſchöpft waren, ſprach man von Sympathie, von Anziehungskraft, von Ge⸗ meinſchaft der Seelen.
Die jungen Leute machten ſo auf dem leuchtenden Wege des Geiſtes tauſend Reiſen in entfernte Länder; ſie ergingen ſich auf allen öden Küſten; ſie horchten von den Felſenriffen herab auf die Stimmen des Sturmes; ſie vernahmen die geheimnißvollen Geräuſche der Nacht in den Hütten der Urwälder; ſie hüllten ſich endlich ganz in das linnene Gewand der jungen Illuſivnen.
Ehe er eine Ahnung von der Heſtigkeit ſeiner
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