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Erſtaunt über die Wirkung, welche ſie hervorge⸗ bracht, fragte Abeille, die ſich nicht Rechenſchaft über das verſchämte Geheimniß gab, das jeden von ihren Zuhörern einen Schleier für ſein Geſicht ſuchen machte:
n was gibt es denn? ſpielen wir blinde Kuh? WMein Mährchen iſt beendigt; iſt es ihre Zeichnung auch, Herr Maler?“
„Ja, mein Fräulein,“ antwortete Petrus, indem er Abeille das graue Blatt Papier reichte.
Die Kleine fiel über die Zeichnung her, und nach⸗ dem ſie einen raſchen Blick darauf geworfen, ſtieß ſie, ihr Portrait erkennend, einen Schrei aus; dann lief ſie zu Regina und ſagte:
„Oh! ſieh die ſchöne Zeichnung, Schweſter!“
Es war in der That eine ſchöne, eine wunderbare Zeichnung während der Erzählung des Mädchens im⸗ proviſirt und ſo ſchnell als das Wort gekommen.
Im Hintergrunde ſah man das Boulevard bei der Barrière de Fontainebleau, was man am Horizont er⸗ kannte. Auf dem erſten Plane, mitten unter ihren Hunden, die ſie leckten, die Krähe auf ihrer bloßen Schulter, ſaß mager, bleich, mit unordentlichen Haaren und ſchnatternd Roſe⸗de⸗Nosl oder vielmehr ein Mäd⸗ chen, das einige Aehnlichkeit mit ihr hatte;— denn das Elend und die Krankheit haben das Traurige, daß ſie auf alle Geſichter daſſelbe Mahl drücken.— Vor dem Mädchen war Regina als Amazone gekleidet, wie das erſte Mal, wo Petrus ſie hatte vorüberkommen ſehen. Auf dem zweiten Plane, zu Pferde, der Mar⸗ ſchall von Lamothe⸗Houdan, am Zaume den ſchönen Rappen haltend, den Regina ſo meiſterhaft führte; auf demſelben Plane endlich wie ihre Schweſter, hinter einer Ulme und ſich auf der Fußſpitze erhebend, ſuchte Abeille, zugleich neugierig und furchtſam, zu ſehen, ohne geſehen zu werden, was zwiſchen Regina und Roſe⸗de⸗ Noél vorging.


