Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

50

Fieber beſänftigen und, das Fieber beſänftigend, dieſen abſcheulichen Alp verſchwinden machen; es bemühte ſich auch Jedermann, ſie zum Nehmen dieſes Trankes zu bewegen: der Arzt, die Krankenwärterin, die Brocante,

Babolin, und ſogar ein Commiſſivnär, der gerade an⸗ weſend, und den ſie ungemein liebte, wenn ſie bei Ver⸗

nunft war. Die Broeante wollte ſie mit Gewalt trin⸗ ken machen; doch das Mädchen mit ſeinen mageren Aemrchen war ſtärker, als die Hexe.

„„Nimmt ſie dieſen Trank nicht löffelweiſe, ſo iſt ſie vor morgen Abend todt!““ ſprach traurig der Arzt. „„Was iſt zu thun?““ fragte die Prinzeſſin. S„Ich weiß es wahrhaftig nicht,““ antwortete der

rzt.

„„Doctor, Doctor,““ ſprach die Prinzeſſin wei⸗ nend,„„ich bitte Sie inſtändig, wenden ſie Ihre ganze Wiſſenſchaft an, um das arme Kind zu reiten! Mir ſcheint, wenn ich ſo gelehrt wäre wie Sie, ich fände ein Mittel, es zu retten!““

„„Ach! Prinzeſſin,““ erwiederte der Doctor, den Kopf ſchüttelnd,„„die Wiſſenſchaft iſt in einem ſolchen Falle unmächtig! Ihr gutes Herz inſpirire Sie alſo; ich, was mich betrifft, ich kann mich nur vor dem un⸗ überwindlichen Widerſtande dieſes Kindes demüthigen.““

„In dieſem Augenblicke trat der Commiſſionär mit Thränen in den Augen hinzu und verſprach der kleinen Kranken Puppen, Spielzeug, Schäfereien, ſchöne Klei⸗ der, Perlen, um Halsbänder daraus zu verfertigen; doch Alles war vergebens. Man hätte glauben ſollen, Roſe⸗de⸗Noöl ſei taub: ſie rührte ſich nicht; ſo daß der

arme junge Mann, nachdem er es durch alle mögliche

Mittel verſucht hatte, ſie ſeine Stimme erkennen zu machen, ſich mit gepreßtem Herzen in einen Winkel der

Stube zurückzog: ein Vater hätte nicht ſo troſtlos vor

der Leiche ſeines Kindes geſchienen.

„Der kleine Babolin war auch ſehr betrübt, und er erzählte Roſe⸗de⸗Nosl alle Geſchichten zum Lachen,

lie rit

Th ſta We geſi doc ſpre

plö Sti

Tor

es!

eine in 2 war wie