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„Sind Sie ſicher, daß hier die Nummer g2 iſt?“
„Ja, Prinzeſfin,“ antwortete der Kutſcher.
Es war die Nummer von Petrus.
Sobald der junge Mann bemerkte, daß die Damen eingetreten waren, ſchritt er über die Straße, und in dem Augenblicke, wo er ſelbſt eintreten wollte, hörte er die jüngere von den beiden Frauen den Concierge fragen:
„Nicht wahr, hier wohnt wirklich Herr Petrus Herbel?“
Herbel war der Familienname von Petrus.
Worauf der Concierge, ganz verwundert über die ſchönen Pelze, in welche die zwei Damen gehüllt waren, mit einer Verbeugung antwortete:
„Ja, er wohnt hier, Madame; er iſt aber für den Augenblick nicht zu Hauſe.“
„Um welche Stunde ſindet man ihn?“ ſagte die Fragerin.
„Am Morgen bis um zwölf oder ein Uhr,“ erwie⸗ derte der Concierge;„übrigens iſt er hier,“ fügte er bei, als er den jungen Mann erblickte, der herbeige⸗ kommen war, und deſſen Kopf die der zwei Frauen überragte.
Beide wandten ſich gleichzeitig gegen Petrus um, und dieſer verbeugte ſich ehrerbietig.
„Sie ſind Herr Petrus Herbel, Kunſtmaler?“ fragte ziemlich impertinent die alte Dame.
„Ja, Madame,“ antwortete Petrus kalt.—
„Wir kommen wegen eines Portraits,“ fuhr die alte Dame immer in demſelben Tone fortz„ſteht es Ihnen an, es zu machen?“.
„Das iſt mein Gewerbe, Madame,“ ſagte Petrus mit großer Höflichkeit, jedoch noch kälter, als das erſte Mal.
„Nun, wann wollen Sie es anfangen?... Wird es lange dauern? brauchen Sie Sitzungen? Antwörten Sie raſch: wir ſind ganz erfroren!“


