Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Kupferſtich von Van Dyhk, ſondern dieſes Portrait ſei⸗ nes Freundes zu kaufen.

Er hing es im Atelier von Petrus auf, und die Aehnlichkeit des Malers von Karl I. mit dem jungen Manne war ſo auffallend, daß von zehn Bürgern, welche zu ihm kamen, um ihr Portrait in Oel, oder das ihrer Frauen, oder ihrer Töchter in Paſtell malen zu laſ⸗ ſen, neun ſich einbildeten, Petrus ſpotte ihrer, wenn er ihnen ſagte, dieſer Stich ſei nicht nach ſeinem Bilde, ſondern nach dem eines Malers gemacht worden, der vor hundert und achtzig Jahren geſtorben.

Es war derſelbe Schnitt des Geſichtes, derſelbe Ton des Fleiſches, wie beim Portrait, wohlverſtanden; dieſelben in einer einzigen fahlen, gelockten Maſſe auf der Stirne emporgerichteten Haare. Die Vertiefung des Auges war dieſelbe; derſelbe aufgeſtutzte Schnurrbart und derſelbe Zwickelbart beſchatteten denſelben Mund und daſſelbe Kinn; kurz, Petrus war ein lebendiger, männ⸗ licher, ſtolzer, verſtändiger und guter Van Dyk.

Jeder, der in ſein Atelier gekommen und zuvor in Genua geweſen wäre, würde ſich unwillkürlich der herr⸗ lichen Vilder des Rothen Palaſtes erinnert und mit den Augen die anbetungswürdige Marquiſe von Brig⸗ noles geſucht haben, deren Portrait man auf jedem Schritte in diefem ſchönen Palais vom flämiſchen Mei⸗ ſe gemalt und mit ſeinem Zeichen verſehen wieder⸗ indet.

Wenn man, Petrus mit ſeinem zurückgeſchlagenen Kragen, mit ſeinem Sammetrocke, um den ſich am Leibe eine ſeidene Knotenſchnur ſchlang, anſchauend, wie er träumeriſch in der Tiefe ſeines Ateliers daſaß und mit ſeiner Hand, welche ſo zart und weiß wie eine Prie⸗ ſter⸗ oder Frauenhand, ſeinen Schnurrbart kräu⸗ ſelte, die ideale Gefährtin dieſes ſchönen jungen Man⸗ nes geſucht hätte, ſo war die Aehnlichkeit mit dem Raler von Antwerpen ſo groß, daß man ihm keine andere Freundin gewünſcht haben würde, als dieſe, durch den Die Mohicaner von Paris. w. 2