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Achtet alſo dieſen Mann; achtet und beneidet ihn; denn er beluſtigt ſich, während Ihr, an dieſen Tagen der öffentlichen Genüſſe das Ausſehen habt, Du, Ludovic, des Arztes, der die Heiterkeit umgebracht hat, und Du, Jean Robert, des Todtenträgers, der ſie nach dem Pere⸗Lachaiſe gebracht hat.“
„Du, der Du dieſen Menſchen um ſein Loos be⸗ neideſt,“ ſagte Ludovic zu Petrus,—„warum ver⸗ mummſt Du Dich nicht wie er mit einer falſchen Naſe? warum intriguirſt Du nicht wie er die Vorübergehen⸗ den? warum machſt Du nicht die Bürger Deines Quar⸗ tiers glauben, ihre Weiber betrügen ſie?“
„Fordere mich nicht hiezu auf!“ erwiederte Petrus.
„Ich fordere Dich im Gegentheile auf, und zwar aus Leibeskräften.“
„Fordere einen Narren nicht auf, ſeine Narrheit zu machen,“ ſagte Jean Robert.
„Die Narrheit gilt für die Mutter der Weisheit,“ ſprach Petrus ſententiös;„was beweiſt, daß man, wenn man in ſeiner Jugend ein Narr iſt, mit dem Alter weiſe wird; während im Gegentheile die weiſen jungen Leute närriſche Greiſe werden. Das iſt es, was Euch Beide bedroht,“ fuhr er fort;„Ihr ſeid, ohne es zu vermuthen, auf dem großen Wege der Ueppigkeit; Eure frühreife Weisheit führt Euch geradezu zur ſcham⸗ loſen Ausſchweifung. Ei! unſere Väter waren nicht ſo, ſie waren jung in ihrer Jugend, alt in ihrem rii⸗ feren Alterz ſie verachteten es nicht, die Feſte zu heili⸗ genz Faſtnacht beſonders war für ſie ein Tag, den ſie in Saus und Braus zubrachten; doch Ihr fünf und zwanzigjährige Greiſe, die Ihr die Manfred und die Werther ſpielt, Ihr verachtet die naiven Vergnügungen unſerer Vorfahren; Ihr würdet die Sohlen Eurer Es⸗ Larpins nicht in die Straßen von Paris an einem Fa⸗ ſchingstage wagenz nein, im Gegentheile, Ihr flieht!
Ihr ſperrt Euch ein, und das Schlimmſte an Allem
dem iſt, daß Ihr Euch bei mir einſperrt, bei mir, der


