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„Mein Sohn, ich ſegne Dich für den Schmerz, wie ich Dich für die Freude geſegnet, und ich werde, wie ich hoffe, Deine geliebte Mutter im Unglück ſein, wie ich es in der Glückſeligkeit geweſen wäre.“
„Oh! meine Mutter! meine Mutter!“ rief Juſtin„mit Ihnen, mit Ihrer Unterſtützung, mit Ihrem Muthe werde ich das thunz doch ohne Sie, oh! ohne Sie wäre ich, glaube ich, ein unredlicher Menſch geweſen!“
„Es iſt gut, mein Kind!— Umarme mich, Céleſte.“
Céleſte näherte ſich.
„Führe mich zu meinem Stuhle zurück,“ ſagte ſie leiſe;„ich fühle, daß mich die Kraſt verläßt.“
„Mein Gott! was gibt es denn?“ fragte Mina.
„Es gibt, es iſt.. Mina,“ erwiederte Juſtin in ein Schluchzen ausbrechend,„. bis zu dem Tage, wo Dein Vater ſeine Einwilligung geben wird,— und wahrſcheinlich wird er ſie nie geben!— können wir nur Bruder und Schweſter für einander ſein.“
Mina ſtieß einen Schrei aus.
„Oh!“ rief ſie,„mit welchem Rechte macht mein Vater, der mich ſeit ſechzehn Jahren verlaſſen hat, heute Anſprüche auf mich? Er behalte ſein Geld: er laſſe mir mein Glück! er laſſe mir meinen armen Juſtin! nicht als Bruder, ſondern, mein Gott! verzeihe mir,
als Gatten!. Juſtin. oh! Iuſtin! Juſtin, mein Geliebter! herbei! herbei! verlaſſe mich nicht!“
Und mit einem letzten Schmerzensſchrei ſiel das Mädchen ohnmächtig in die Arme von Juſtin.
Eine Stunde nachher reiſte Mina, in Thränen zer⸗ fließend, eine Hand in der Hand ihrer Freundin Suſanne und den Kopf auf die Schulter von Madame Desma⸗ rets geſtützt, nach Verſailles ab.
Ehe ſie in den Wagen ſtieg, hatte Suſanne Zeit


