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wie zur Zeit, wo der gute Pfarrer die Mutter Boivin beſuchte, und ſie acht Jahre alt war.
Er umarmte ſie und ſchob ſie dann zurück, um ſie anzuſchauen.
In dieſem ſchönen Mädchen, das nahe daran, eine Frau zu werden, würde er nie das Kind erkannt haben, welches er ſechs Jahre vorher nach Paris mit ſeinem weißen Kleide, ſeinen azurnen Halbſtiefelchen und ſeinem blauen Gürtel expedirt hatte.
Doch er erkannte ſie an ihrer freundlichen Lieb⸗ koſung.
Man hatte noch fünf Minuten zu warten, ehe man zur Kirche ging.
„Kommen Sie herauf, Herr Pfarrer!“ ſagten gleich⸗ zeitig Juſtin und Mina.
Der Pfarrer ſtieg die Treppe hinauf. Mina ließ ihn in das Brautgemach eintreten, wo Mutter Corby, Schweſter Céleſte, Madame Desmarets, Fräulein Su⸗ ſanne von Valgeneuſe und der alte Profeſſor waren.
„Unſer lieber Pfarrer von der Bouille, Mama Corby,“ ſagte Mina;„der Abbs Ducornet, Madame.“
„Ja, ja,“ ſprach der Abbé ganz freudig,„und er bringt die Mitgift ſeiner Mündel.“
„Wie! die Mitgift ſeiner Mündel?“
„Ja wohl! Denken Sie ſich, vor drei Tagen er⸗ halte ich einen recommandirten Brief mit dem Stempel von Deutſchland, und in dieſem Briefe eine Anweiſung von zehntauſend achthundert Franken auf die Herren Leclerc und Louis, Banquiers in Rouen.“
„Und dann?“ fragte Juſtin mit bebender Stimme.
„Warten Sie! ich verfahre nach der Ordnung; es iſt die Anweiſung, was ich zuerſt eröffne; von der An⸗ weiſung ſpreche ich zuerſt.“
„Ja, wir hören.“
Madame Corby erbleichte ſichtbar.


