Teil eines Werkes 
3. Bd. (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

d⸗ a, rei

e⸗

249

Drei Tage ſpäter ließ Garibaldi folgende Tagesordnung anſchlagen.

Der tapfere Cialdini hat geſiegt. Bei Iſer⸗ nia ſind die Bourbonen gänzlich geſchlagen wor⸗ den: ſie haben achthundert Gefangene, fünfzig Offiziere, Kanonen und Fahnen zurückgelaſſen.

Bald werden die wackern Soldaten der Nordarmee den unerſchrockenen Kriegern von Calatafimi und vom Volturno die Bruderhand reichen.

Die Generale Franz H. begriffen daß ihnen nur ein einziges Rettungsmittel blieb; ſie mußten das Corps Cialdini's, das etwas iſolirt war, mit überlegener Macht angreifen und erdrücken, oder es wenigſtens aufhalten, indem ſie die Volturnobrücke bei Venafro zerſtörten. Sie räumten Cajazzo, ließen in Capua nur die zur Vertheidigung des Plazes nothwendige Mann⸗ ſchaft, gaben die Volturnolinie auf und ſtellten ihre Hauptmacht ſtaffelweiſe auf die Linie des Gariglianv.

Die piemonteſiſche Armee ſtand maſſenhaft um Venafro. König Victor Emmanuel befand ſich nicht weit davon, in Iſernia.

Garibaldi vernichtete den Plan der Neapo⸗ litaner durch einen jener Züge von Kühnheit die ſeinen Genius kennzeichnen. Während die Pie⸗ monteſen am 24. von Maddaloni und San Angelv aus Cajazzo beſezten, ließ er eine Brücke über den Volturno ſchlagen.

Die neuerdings angekommene engliſche Legivn