Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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zwei ſeiner Schiffe in die Bucht geſandt, fuhr er mit dem dritten den Plata hinab, ließ ſich aber von den Indianern durch allerlei Freundſchafts⸗ zeichen in einen Hinterhalt verlocken und wurde getödtet, gebraten und gefreſſen an den Ufern eines Baches der zum Andenken an dieß furcht⸗ bare Ereigniß noch heutigen Tages Arroyo de Solis heißt.

Dieſe Horde menſchenfreſſender, übrigens ſehr tapferer Indianer gehörte dem Urſtamme der Charruas an. Er war Herr im Lande, wie am anderen Ende des Feſtlandes die Huronen und die Sivux.

Er leiſtete auch Widerſtand gegen die Spanier, die inmitten täglicher Kämpfe und beſonders all⸗ nächtlicher Angriffe Montevidev erbauen mußten. Dieſem Widerſtand iſt es zuzuſchreiben daß Mon⸗ tevideo, obwohl es, wie geſagt, ſchon 1516 ent⸗ deckt wurde, als Stadt kaum hundert Jahre zählt.

Endlich, gegen Schluß des vorigen Jahrhun⸗ derts, kam ein Mann der die urſprünglichen Her⸗ ren der Küſte mit einem Vertilgungskrieg überzog worin ſie vernichtet wurden. In drei lezten Ge⸗ fechten worin ſie, wie die alten Teutonen, Weiber und Kinder in ihre Mitte ſtellten und fielen ohne einen Schritt zurückzuweichen, verſchwanden ihre Reſte, und als Denkmal dieſer entſcheidenden Nie⸗ derlage kann der Reiſende noch heute am Fuße des Aceguaberges die Gebeine der lezten Char⸗ ruas bleichen ſehen.

Dieſer moderne Marius, der Ueberwinder die⸗