Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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dem Namen Ferrari mitgemacht. Unter dieſem Namen hatte er ſich vortrefflich gehalten, unter dieſem Namen hatte er ſich den Capitänsgrad er⸗ worben, unter dieſem Namen hatte er zwei ſchwere Wunden, die eine am Kopf, die andere auf der Bruſt bekommen, ſo ſchwer, daß er an einer derſelben nach ſechszehn Jahren erlag.

Die Kopfwunde beſtand in einem Säbelhieb der ihm den Schädel geöffnet hatte.

Die Bruſtwunde kam von einer Kugel die in der Lunge ſtecken geblieben war und ſpäter eine Lungenſchwindfucht herbeiführte.

Wenn man Auzani von den Wundern von Muth ſagte die er unter dem Namen Ferrari ver⸗ richtet hatte, ſo lächelte er und ſagte, Ferrari und Auzani ſeien zwei verſchiedene Perſonen.

unglücklicher Weiſe konnte der arme Auzani zwar ſeine Heldenthaten auf Rechnung des von ſeiner Phantaſie geſchaffenen Weſens ſchreiben, aber ſeine Wunden nicht auf daſſelbe übertragen.

Dieß war der Mann von dem man mir er⸗ zählt hatte, welchen ich kennen zu lernen und zu meinem Freund zu machen wünſchte.

In Saint⸗Gabriel erfuhr ich daß er Geſchäfte halber einige Stunden weit verreist ſei. Ich erkun⸗ digte mich und ſtieg zu Pferde um ihn aufzuſuchen.

Unterwegs fand ich am Ufer eines kleinen Baches einen Mann der bis an die Bruſt ent⸗ blößt war und ſein Hemde wuſch. Ich begriff daß dieß der Mann war den ich ſuchte. Ich

ging auf ihn zu, reichte ihm die Hand und nannte mich. Von dieſem Augenblick an waren wir Brüder.