Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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mehr als 800,000, und weder Polizei noch Ueber⸗ wachung kann dieſer Ueberfluthung Einhalt thun; es wäre alſo Unſinn die Vernichtung der Geſell⸗ ſchaft zu verlangen.

Zu gleicher Zeit wo die Bewegung in Nea⸗ pel ſtattfand, am 1. Januar 1820, erhob Riego, ein anderer Märtyrer, deſſen Todesgeſang ſeitdem eine Siegeshymne geworden iſt, das Banner der Freiheit, und ein Decret Ferdinands VIi. ver⸗ kündete daß, nachdem der Wille des Volks ſich geoffenbart habe, der König entſchloſſen ſei die von den außerordentlichen allgemeinen Cortes von 1812 ausgerufene Verfaſſung zu beſchwören.

Die Gefängniſſe öffneten ſich und gaben Spa⸗ nien ein Miniſterium.

Ferdinand I. von Neapel mußte in ſeiner Eigenſchaft als ſpaniſcher Infant, obſchon er ab⸗ ſoluter Souverän blieb, der ſpaniſchen Verfaſſung Gehorſam ſchwören. Es war damals wie ein Erdbeben in Calabrien, Capitanata und Salerno. Die neapolitaniſche Regierung, ſchwach, unſchlüſſig und argwöhniſch, decretirte einige ungenügende Reformen, welche den General Pepe nicht ver⸗ hinderten ſeinerſeits die Revolution zu machen. Neapel erhielt, wie im Jahr 1798, ſeine proviſo⸗ riſche Regierung und ſeine Abgeordnetenkammer.

Einige Zeit ſpäter brach die piemonteſiſche Re⸗ volution aus. Am Morgen des 10. März ließ der Capitän Graf Palma das Regiment von Ge⸗ nua zu den Waffen greifen unter dem Ruf: Der Kbnig und die ſpaniſche Conſtitution!