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„Verfluchte Blätter!“ ſagte der König, ſeinen Dau⸗ men an ſeine Lippen legend und dann auf das Buch drückend, um das Blatt, das er geleſen, von dem zu trennen, welches er leſen wollte.„Man ſollte glauben, man hätte die Blätter an einander geklebt, um den Blicken der Menſchen die Wunder zu entziehen, die es enthält.“
Alencon machte einen Sprung vorwärts.
Das Buch, über das Karl ſich beugte, war das⸗ jenige, welches Alencon bei Heinrich niedergelegt hatte.
Ein dumpfer Schrei entfuhr ihm.
„Ah! Ihr ſeyd es, Alencon,“ ſprach Karl;„ſeyd willkommen und ſchaut das ſchönſte Jagdbuch an, das je aus eines Menſchen Feder hervorgegangen iſt.“
Die erſte Bewegung von Alencon war, das Buch den Händen ſeines Bruders zu entreißen, aber ein hölli⸗ ſches Lächeln feſſelte ihn an ſeinen Platz, ein furchtba⸗ rer Gedanke umſpielte ſeine bleichen Lippen; er fuhr mit der Hand über ſeine Augen hin, wie ein geblendeter Menſch.
Dann allmählig ſich erholend, aber ohne einen Schritt vorwärts oder rückwärts zu thun, fragte Alengon:
„Sire, wie kommt dieſes Buch in die Hände Eurer Majeſtät?“
„Das iſt ganz einfach. Ich ging ſo eben zu Hen⸗ riot hinauf, um zu ſehen, ob er bereit wäre. Er war ſchon nicht mehr in ſeiner Wohnung; ohne Zweifel lief er in den Ställen umher; aber an ſeiner Stelle fand ich dieſes unſchätzbare Werk, das ich mitnahm, um es nach Bequemlichkeit leſen zu können.“
Und der König ſetzte abermals ſeinen Daumen an ſeine Lippen und drehte noch einmal das rebelliſche Blatt um.
„Sire,“ ſtammelte Alencon, deſſen Haare ſich ſträubten, deſſen ganzer Leib von einer furchtbaren Angſt geſchüttelt wurde,„Sire, ich wollte Euch ſagen...
„Laßt mich dieſes Kapitel vollenden, Franz,“ ſprach Karl,„dann könnt Ihr mir ſagen, was Ihr wollt, Ich
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