Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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163 Berr Wilhelm.

Willkommen, beſter Freund! rief Triſtan. Es iſt

lange her, daß wir uns nicht geſehen haben.

Wilhelm, bläſſer und viel beſſer gekleidet, als wir ihn früher gekannt, küßte mit großem Anſtande die Hand, welche ihm Louiſe reichte, und ließ ſich an Triſtan's Seite nieder.

Ich habe gehört, daß Sie morgen abreiſen, ſprach er.

Es iſt wahr.

Würden Sie dieſe Reiſe wohl um einige Tage aufſchieben?

Wenn Ihnen ein Dienſt damit geleiſtet wird, gern.

Das iſt es eben.

So bin ich der Ihrige, beſter Freund. Was kann ich thun?

Sie ſollen mir als Zeuge dienen.

Wollen Sie ſich ſchlagen?

Nein, ich verheirathe mich.

Ah! Und mit wem?

Mit einem reizenden jungen Mädchen, das ich liebe und das mich ein wenig wieder liebt, wie ich glaube.

Und die frühere Liebe? Ich werde Ihnen ſpäter alles erzählen; für jetzt

theile ich Ihnen nur mit, daß ich davon geheilt bin. 11*