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— Armes Thier! ſprach Triſtan mit Thränen in den Augen.
Dann näherte er ſich dem Thiere, nahm es, betrach⸗ tete es, und küßte mit einer Rührung, die leicht erklärlich iſt, den noch warmen Kadaver.
— Woran iſt er geſtorben? fragte Triſtan, indem er Louiſe anſah.
— Ich weiß es nicht; als ich ihm dieſen Morgen ſein Futter bringen wollte, lag er auf dem Boden ſeines Käſigs.
— Sonderbar; er war doch geſtern nicht krank.
Triſtan öffnete das geſchloſſene Auge des Thieres.
— Das Auge iſt verglaſt, ſprach er, man ſollte glau⸗ ben, dieſer Papagei ſei vergiftet.
— Vergiftet! antwortete Louiſe; von wem?
— Das möchte ich auch wiſſen. Wo iſt ſein Käfig? — In dem Speiſeſaale.
Triſtan ging nach dem von Louiſe bezeichneten Orte und unterſuchte die Gefäße, worin ſich die Futterkörner und das Waſſer befanden. Er tauchte ſeinen Finger in das Waſſer und brachte ihn an die Lippen.
— Dieſes Waſſer iſt vergiftet! ſprach er. — Dieſes Waſſer? rief Louiſe erbleichend. — Ja, dieſes Waſſer!


