Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 130—

— Sie ſind ein Narr. — Wollen Sie mir nicht ſagen, was dieſer Mann hier zu thun hat? — Nein. — So weiß ich, was mir zu thun bleibt. — Was wollen Sie damit ſagen? — Daß ich es erfahren werde. — Nur keine Unklugheit, mein Freund, eine Klei⸗ nigkeit kann uns verderben. Louiſe's große Ruhe machte unſern Helden irre. — Auf vieſen Abend, ſprach er, indem er ſich ent⸗ fernte. Louiſe ſtund im Begriffe, Triſtan zurückzurufen; es mochte aber ein Gedanke in ihr aufſteigen, der ſie davon abhielt, denn ſie ging langſam in das Haus zurück. Als Triſtan in ſein Zimmer trat, fand er Wilhelm, der einen Brief ſchrieb. Der Handlungsdiener ward feuerroth, als er ſah, daß er überraſcht ward. — Ich ſtöre Sie wohl? fragte Triſtan. — Nein, ich ſchrieb. — Schreiben Sie, beſter Freund, ich gehe. — Nein, nein, bleiben Sie. Wilhelm hätte gern geſehen, wenn Triſtan ihn um