Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
Entstehung
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Madame Van⸗Dick war während des ganzen Tages nicht ſichtbar. Als ſie Abends, es mochte gegen elf Uhr ſein, von ihrer Freundin nach Hauſe zurückkehrte, ſchien in dem Hauſe des Kaufmanns ſchon Alles der Ruhe zu pflegen. Nachdem ſie die Thür ihres Schlafzimmers hin⸗ ter ſich verſchloſſen, gab ihr die Nacht, welche auch den Haß gegen Triſtan geboren, einen neuen und ſchrecklichen Rachegedanken ein.

Sie ſetzte ſich an das Piano. Diesmal aber ſpielte ſie nicht den letzten Gedanken von Weber, ſondern der Trauermarſch von Beethoven ertönte unter ihren Fingern.

Madame Van⸗Dick ſpielte aus Leibeskräften.

Triſtan erwachte zuerſt, und ihm war im erſten Au⸗ genblicke klar, daß dieſer Scherz die ganze Nacht dauern würde, deshalb waffnete er ſich mit Geduld.

Einige Augenblicke ſpäter ſchlug auch Herr Van⸗Dick die Augen auf. Der Holländer hatte zwar jeden Abend

eine große Luſt zum Schlafen, heute aber lag eine wahre

Schlafſucht wie Blei auf ſeinen Augenlidern. Der Gatte kannte den Charakter ſeiner holden Gattin zu genau, um