224 dieſer Brief Euch das Herz zerreißt, ſo vergeltet es ihm. Adieu.
„Beinahe zwei Jahre lang haben wir Euch glücklich gemacht. Zürnt uns darüber nicht.“
Unterzeichnet: Blachevelle. Fameuil. Liſtolier. Felix Tholomyeès.
„Nachſchrift. Das Eſſen iſt bezahlt.“
Die vier jungen Mädchen ſahen einander an.
Favourite brach zuerſt das Schweigen.
„Nun,“ rief ſie aus,„es war aber doch eine gute Poſſe.“
„Es iſt ſehr komiſch,“ ſagte Zephine.
„Blachevelle muß dieſen Gedanken gehabt haben,“ nahm Favourite wieder das Wort.„Das macht mich verliebt in ihn. Sobald verſchwunden, ſobald geliebt. Das iſt die Geſchichte.“
„Nein,“ ſagte Dahlia,„es iſt ein Einfall von Tho⸗ lomhès; das iſt leicht zu erkennen.“
„In dieſem Falle,“ entgegnete Favourite,„Tod dem Blachevelle und es lebe Tholomyès!“
„Es lebe Tholomhès'“ riefen Dahlia und Zephine.
Und ſie brachen in lautes Gelächter aus.
Fantine lachte gleich den Uebrigen.
Eine Stunde darauf, als ſie nach ihrem Stübchen zu⸗ rückgekehrt war, weinte ſie. Es war wie wir ſagten, ihre erſte Liebe; ſie hatte ſich dieſem Tholomyés hingegeben, wie einem Gatten, und das arme Mädchen hatte ein Kind.
„
Ende des erſten Theiles.
Druck von A. Paul& Cv. in Berlin, Kronenſtr. 21.
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