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271 leiſe ſprechend fort, daß ſie ſelbſt kaum das Geräuſch ihrer Worte hören konnte.„Ci, meiner Treue! das iſt nicht mein Fehler; es iſt der ſeinige. Warum hat die kleine Schlange das Billet nicht dahin gelegt, wohin ſie es legen ſollte? Ich muß dieſes Billet haben.“
In dieſem Angenblick trat Orthon ein. 4
Das Geſicht von Catharina hatte ohne Zweifel ei⸗ nen furchtbaren Ausdruck, denn der junge Menſch blieb erbleichend auf der Schwelle ſtehen. Er war noch zu jung, um ſich vollkommen bemeiſtern zu können.
„Madame,“ ſagte er,„Ihr habt mir die Ehre er⸗ wieſen, mich zurückzurufen. Worin kann ich Euer Ma⸗ jeſtät dienen?“
Das Antlitz von Catharina hellte ſich auf, als ob es ein Sonnenſtrahl beleuchtet hätte.
„Ich habe Dich zurückrufen laſſen, Kind, weil Dein Geſicht mir gefällt; dann habe ich Dir auch verſprochen, mich mit Deinem Glücke zu beſchäftigen, und will die⸗ ſes Verſprechen ohne Verzug halten Man klagt uns Königinnen der Vergeßlichkeit an. Unſer Herz iſt es nicht, wohl aber unſer Geiſt, der von den Creigniſſen fortgeriſſen wird. Nun aber erinnerte ich mich, daß die Könige das Geſchick der Menſchen in ihren Händen haben, und rief Dich zurück. Komm', mein Kind, und folge mir.“
Herr von Nancey, der dieſe Scene im Ernſte nahm, betrachtete das freundliche Wohlwollen von Catharina mit großem Erſtaunen.
„Kannſt Du reiten, Kleiner?“ fragte Catharina.
„Ja, Madame.“
„Dann komm, in mein Cabinet, ich will Dir eine Botſchaft übertragen, die Du nach Saint⸗Germain zu bringen haſt“
„Ich ſtehe zu den Befehlen Eurer Majeſtät.“
„Laßt ein Pferd für ihn bereit halten, Rameh.“ Herr von Nanceh verſchwand. „Komm', Kind,“ ſagte Catharina.


