Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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In dieſem Augenblick erſchien der Herzog auf dem Balkon und machte ein Zeichen.

Der Scharfrichter ſenkte ſein Schwert, ohne zu ſchlagen; der Prieſter nahm dem armen Sünder die Binde von ſeinen Augen, der Herzog rief: Gnade! und alles Volk ſtieß einen Freuden⸗ ſchrei aus.

Der Verurtheilte war mehr todt als lebendig; er fiel in Ohnmacht. Als er wieder zu ſich kam, hatte man die größte Mühe, ihn zu überzeugen, daß er noch lebe.

Die Rathgeber hatten Recht gehabt: die Milde richtete weit mehr aus als der Zorn vermochte.

Antwerpen ſchickte Deputirte, um ſich zu unter⸗ werfen.

Der Herzog drückte ein Auge zu; zwei wichtige Angelegenheiten beſchäftigten ihn: er mußte Lud⸗ wig Xl im Auge behalten und Lüttich beſtrafen.

Beginnen wir mit Lüttich. Man erinnert ſich des letzten Vertrags aus Ver⸗ anlaſſung von Dinant.

Lüttich hatte Geldverbindlichkeiten, die es nicht erfüllen konnte; die reiche Stadt war zahlungs⸗ unfähig geworden.

Nun ſollte Lüttich entweder mit Geld oder mit Menſchen bezahlen. In Ermanglung von Geld ſoll⸗ ten Köpfe herhalten.

Lüttich konnte nicht mit Thalern und wollte nicht mit Köpfen bezahlen.

Die Köpfe wurden geſchätzt, der Stadt, ſie habe außer dem

und man bedeutete ſo und ſo viel für