23
Paul Jones
Schiffsmannſchaft ſaß beim Abendeſſen, wie der Begleiter des Grafen vorausgeſehen hatte. Dieſer ſah ein ſolches Schauſpiel zum erſten Male. Wie gern er nun auch ſchnell mit dem Capitän geſprochen hätte, ſo kam ihm doch das, was er vor Augen hatte, zu ſonderbar vor, als daß es nicht ſeine ganze Aufmerkſamkeit hätte in Anſpruch nehmen ſollen.
Zwiſchen je zwei Geſchützen ſtanden Bänke oder hingen viel⸗ mehr im Tauwerke; auf jeder derſelben ſaßen vier Männer, die ſich je ihren Theil von einem großen Stück Rindfleiſch abſchnit⸗ ten, das unter den beſtändigen Angriffen dieſer Eſſer freilich bald zuſammenſchwand. Auf jedem Tiſche ſtanden große Gefäße mit Wein, wovon auf den Mann eine halbe Flaſche kam; Brod
ſchien einer nehmen zu können, ſo viel er Luſt hatte. Unter der
ganzen an 200 Mann ſtarken Equipage herrſchte das tiefſte Still⸗ ſchweigen.
Wenn auch keiner von den Schiffsleuten den Mund anders aufthat als zum Eſſen, ſo erkannte doch der Graf leicht an den charakteriſtiſchen Phyſiognomien die Verſchiedenheit ihrer Her⸗ kunft. Sein Begleiter bemerkte ſeine Verwunderung und ſagte, als hätte jener den Grund derſelben ausgeſprochen:
„Ja, ja, wir haben hier in unſter Arche ſo manches hüb⸗ ſche Exemplar aus allen Völkern der Welt. Bemerken Sie die drei Burſche, die bei ihren Nachbarn gegen Knoblauchzwiebeln eine Partie Roſtbveuf eintauſchen? Es ſind Galizier, die wir am


