Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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erſchaut Saint⸗Donatien, dann Nantes! Nantes! das ſeine Seele, ſein Leben, ſeine Zukunft enthält! Noch ein paar Augenblicke, und er wird in der Stadt ſein, er hat ihre Thore erreicht: ſein Pferd ſtürzt vor dem Gefängniſſe des Bouffays nieder; er iſt an Ort und Stelle; was liegt daran!

Blanche! Blanche!

Zwei Karren ſind ſo eben aus dem Gefängniſſe abgegangen, antwortet der Kerkermeiſter;ſie iſt auf dem erſten.

Fluch! ſchreit Marceau.

Und er ſtürzt mitten durch das Volk fort, das ſich drängt, das nach dem großen Platze läuft; er holt den letzten von den zwei Karren ein; Einer von den Verurtheilten erkennt ihn.

General, retten Sie ſie ich habe es nicht vermocht, und ich bin ergriffen worden... Es lebe der König! es lebe die gute Sache!

Das war Tinguy.

Ja! ja! erwiedert Marceau.

Und er öffnet ſich einen Weg; die Menge drängt, preßt ihn, reißt ihn aber fort; er kommt mit ihr auf den großen Platz; er iſt vor dem Schaffot: er ſchwingt ſein Papier in der Luft und ruft:

Gnade! Gnade!

In dieſem Augenblicke faßte der Henker bei ſei⸗ nen langen blonden Haaren den Kopf eines Mäd⸗ chens und bot dem Volke dieſes häßliche Schauſpiel; die Menge wandte ſich mit Schrecken ab, denn ſie glaubte den Kopf Blutwogen ausſpeien zu ſehen! Plötzlich macht ſich mitten unter dieſer ſtummen Menge ein Wuthſchrei hörbar, in welchem ſich alle