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wo ihn ſein Wagen erwartete, bereit, mit derſelben Geſchwindigkeit zurückzukehren, mit der er den Ge⸗ neral gebracht hatte.
Um welche Laſt war ſein Herz erleichtert! Wel⸗ ches Glück harrte ſeiner! Welche Seligkeiten nach ſo viel Schmerzen! Seine Einbildungskraft verſenkte ſich in die Zukunft; er ſah den Augenblick, wo er von der Schwelle des Kerkers ſeiner Frau zurufen würde:„Blanche, Du biſt frei durch mich! komm, Blanche, und Deine Liebe und Deine Küſſe mögen die Schuld des Lebens bezahlen!“
Von Zeit zu Zeit durchzuckt indeſſen eine unbe⸗ ſtimmte Unruhe ſeinen Geiſt, ein plötzlicher Schauer ergreift ſein Herz; da treibt er die Poſtillons an, verſpricht Gold, verſchwendet es, und verſpricht noch mehr; die Räder fliegen über das Pflaſter hin, die Pferde verſchlingen den Weg, und dennoch findet er, ſie kommen kaum vorwärts! Ueberall ſind die Relais bereit: kein Verzug; Alles ſcheint die Aufregung, die ihn quält, zu theilen. In ein paar Stunden hat er Verſailles, Chartres, le Mans, la Floͤche hin⸗ ter ſich gelaſſen; er erblickt Angers; plötzlich fühlt er einen entſetzlichen Stoß; der umgeworfene Wagen geht in Stücke; er ſteht gequetſcht, blutig auf, durch⸗ ſchneidet mit einem Säbelhiebe die Stränge, die das eine von den Pferden feſthalten, ſchwingt ſich raſch auf daſſelbe, erreicht die erſte Poſt, nimmt hier einen Renner und ſetzt ſeinen Ritt mit noch größerer Ge⸗ ſchwindigkeit fort.
Endlich hatte er Angers durchflogen, er erblickt Ingrande, erreicht Varades, läßt Ancenis hinter ſich; ſein Pferd trieft von Schweiß und Blut. Er


