Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
  

252

meiner letzten Stunde... Falle ich vor der erfor⸗ derlichen Zeit, ſo wird mein Name, der nur die Hälfte von dem, was er zu thun hatte, erfüllt haben wird, den blutigen Flecken behalten, den die andere Hälfte getilgt hätte; die Revolution wird mit ihm fallen, und Beide werden verleumdet ſein.. Das iſt es, was ich Dir zu ſagen hatte, Marceau, denn es ſollen in allen Fällen einige Menſchen meinen Namen lebendig und rein in ihrem Herzen bewahren wie die Flamme der Lampe im Tabernakel, und Du biſt einer von dieſen Menſchen.

Er ſchrieb vollends ſeinen Namen.

Hier iſt die Begnadigung Deiner Frau..

Du kannſt abgehen, ſogar ohne mir die Hand zu geben. Marceau nahm ſeine Hand und drückte ſie kräf⸗ tig; er wollte ſprechen, doch es waren zu viel Thrä⸗ nen in ſeiner Stimme, als daß er ein Wort artiku⸗ liren konnte, und Robespierre ſagte zuerſt zu ihm:

Auf! Du mußt gehen, es iſt kein Augenblick zu verlieren; auf Wiederſehen!

Marceau eilte nach der Treppe; der General Dumas ſtieg gerade herauf, als er hinabſtieg.

Ich habe ihre Begnadigung! rief Marceau,

indem er ſich ſeinem Freunde in die Arme warf;

1

ich habe ihre Begnadigung; Blanche iſt gerettet

Wünſche mir auch Glück, erwiederte Dumas; ich bin ſo eben zum Obergeneral der Alpenarmee ernannt worden, und ich komme, um Robespierre hiefür zu danken.

Sie umarmten ſich, Marceau ſtürzte auf die Straße und lief nach der Place du Palais⸗Egalité

8

1+ 6