Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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as ar n, en er⸗ ort

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Robespierre war ruhig und kalt, als ob nichts vorgefallen wäre. Marceau trat vor ihn und nannte ſich. Robespierre reichte ihm die Hand: einer erſten Bewegung nachgebend, zog Marceau die ſeinige zurück. Ein bitteres Lächeln ſchwebte über die Lippen von Robespierre.

Was wollen Sie denn von mir? fragte er ihn.

Eine Unterredung von ein paar Minuten.

Hier oder bei mir?

Bei Dir.

So komm.

Und dieſe zwei Männer, deren Gemüthsbewe⸗ gungen ſo verſchiedenartig, gingen neben einan⸗ der: Robespierre gleichgültig und kalt; Marceau begierig und aufgeregt.

Das war alſo der Mann, der das Schickſal von Blanche in ſeinen Händen hielt, der Mann, von dem er ſo viel hatte reden hören, deſſen Unbeſtechlichkeit allein offenkundig war, deſſen Popularität aber als ein Problem erſcheinen mußte. In der That, er hatte, um ſie ſich zu erwerben, keines von den Mitteln angewandt, welche von ſeinen Vorgängern gebraucht worden waren. Er beſaß weder die hinreißende Beredtſamkeit von Mirabeau, noch die väterliche Feſtigkeit von Bailly, noch das erhabene Ungeſtüm von Danton, noch die ſprachfertige Unflätigkeit von Hébert: arbeitete er für das Volk, ſo geſchah es ins⸗ geheim und ohne dem Volke davon Rechenſchaft zu geben. Unter der allgemeinen Nivellirung der Sprache und der Tracht hatte er ſeine höfliche Sprache und