Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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Ei! wer wußte, daß er ſo nahe war? rief Danton lachend.Bei meiner Treue, das Paquet iſt an ſeine Adreſſe gekommen.

Ah! ſprich! ſagte Philippeaur zu Danton, haſt Du das Pamphlet von Laya gegen Dich ge⸗ leſen?

Wie! Laya macht Pamphlete? er ſoll den Freund der Geſetze aufs Neue machen, ich wäre begierig, ihn zu leſen, das Pamphlet verſteht ſich.

Hier iſt es, ſagte Philippeaux. Und er reichte ihm eine Brochure.

Ei! er hat, bei Gott! unterzeichnet. Er weiß alſo nicht, daß man ihm, flüchtet er ſich in meinen Keller, den Hals abſchneidet.. St! ſt! der Vor⸗ hang geht auf.

Das St! dehnte ſich durch den ganzen Saal aus; ein junger Mann, der nicht bei der Verſchwörung war, ſetzte indeſſen ein Privatgeſpräch fort, obgleich die Schauſpieler auf der Bühne ſtanden. Danton ſtreckte den Arm aus, berührte ſeine Schulter mit der Fingerſpitze und ſagte zu ihm mit einer Höflich⸗ keit, an der eine leichte Färbung von Jronie nicht zu verkennen war:

Bürger Arnault, laß mich hören, als ob man Marius in Minturnä ſpielen würde.

Der junge Autor hatte zu viel Geiſt, um einer in ſolchen Worten ausgeſprochenen Bitte kein Gehör zu ſchenken; er ſchwieg, und die vollkommenſte Stille erlaubte eine der ſchlechteſten Expoſitionen, die es auf dem Theater gegeben hat, zu hören, die vom Tode Cäſars.

Es war aber augenſcheinlich, daß trotz dieſes