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er ſteigt an der Böſchung herab, fällt ohne Kraft und faſt ohne Stimme zu den Füßen der zwei Freunde, und bringt nur das einzige Wort:„Verhaftet!...“ hervor. Es war Tinguy.
„Verhaftet! wer? Blanche?“ rief Marceau.
Der Bauer machte eine bejahende Geberde; der Unglückliche konnte nicht mehr ſprechen. Er hatte fünf Meilen, guerfeldein, über Hecken ſpringend, durch Pfriemenkraut und Stechginſter laufend, gemacht; er hätte vielleicht noch eine oder zwei Meilen ren⸗ nen können, um Marceau einzuholen; als er ihn aber eingeholt, war er zu Boden gefallen.
Marceau ſchaute ihn mit offenem Munde und mit blödem Auge an.
„Verhaftet! Blanche verhaftet!“ wiederholte er beſtändig, während ſein Freund ſeine mit Wein ge⸗ füllte Feldflaſche an die zuſammengepreßten Zähne des Bauern hielt.„Blanche verhaftet! In dieſer Abſicht entfernte man mich alſo! Alexandre,“ rief er, indem er ſeinen Freund bei der Hand ergriff und ihn aufzuſtehen nöthigte,„Alerandre, ich kehre nach Nantes zurück, Du mußt mir dahin folgen, denn mein Leben, meine Zukunft, mein Glück, Alles iſt dort!“ Seine Zähne knirſchten, ſein ganzer Kör⸗ per wurde von einer krampfhaften Bewegung ge⸗ ſchüttelt.„Es zittere der, welcher es gewagt hat, Hand an Blanche zu legen! Weißt Du, daß ich ſie mit allen Kräften meiner Seele liebte? daß für mich keine Eriſtenz mehr ohne ſie möglich iſt? daß ich ſterben oder ſie retten will?... Ohl ich Wahn⸗ ſinniger, daß ich abgereiſt bin!.. Blanche ver⸗ haftet! und wohin hat man ſie geführt?“
Dumas, Ingénne. III. 5


