Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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meine Einfachheit verberge mich vor Aller Augen; bedenken Sie, daß man mich erkennen kann.

Marceau drang vergebens in ſie, ſie nahm nur eine künſtliche rothe Roſe an, die ſich unter den Schmuckſachen fand.

Die Kirchen waren geſchloſſen; die Heirath wurde alſo auf dem Rathhauſe ſanctionirt. Die Ceremonie war kurz und traurig; die jungen Mädchen vermiß⸗ ten ſchmerzlich den mit Kerzen und Blumen geſchmück⸗ ten Chor, den über dem Haupte des Brautpaares ſchwebenden Himmel, unter welchem diejenigen, welche ihn tragen, einander zulachen, und der Prieſter, nachdem er ſeinen Segen gegeben, ausruft:Geht, meine Kinder, und ſeid glücklich!

Vor der Thüre des Stadthauſes erwartete eine Deputation von Matroſen die Neuvermählten. Es war der Grad von Marceau, dem ſeine Schweſter dieſe Huldigung zu verdanken hatte. Einer von die⸗ ſen Menſchen, deſſen Phyſiognomie ihm nicht unbe⸗ kannt ſchien, hatte zwei Sträuße: er gab einen der Braut; dann ging er auf Blanche zu, die ihn ſtarr anſchaute, und reichte ihr den andern:

Tinguy, wo iſt mein Vater? fragte Blanche erbleichend.

In Saint⸗Florent, antwortete der Matroſe.

Nehmen Sie dieſen Strauß, es iſt ein Brief darin. Es lebe der König! es lebe die gute Sache! Fräu⸗ lein Blanche.

Blanche wollte ihn zurückhalten, mit ihm ſprechen, ihn befragen; er war verſchwunden. Marceau er⸗ kannte den Führer und bewunderte unwillkürlich die