Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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beſchäftigte ſie: eine Frauentoilette; Blanche ſollte ihre Männerkleider nicht länger anbehalten.

Bald brachten ſie die Schweſtern geſchmückt mit ihrer doppelten Toilette zurück; ſie hatte das Kleid der Einen und den Shawl der Andern anziehen müſſen. Tolle Mädchen! ſie hatten freilich alle Drei mit einander nur das Alter der Mutter von Marceau, die noch ſchön war.

Als Blanche wieder eintrat, ging ihr der junge General ein paar Schritte entgegen und blieb dann erſtaunt ſtehen. Unter ihrer erſten Tracht hatte er kaum ihre himmliſche Schönheit und ihre Anmuth bemerkt, die ſie mit ihren Frauenkleidern wiederer⸗ langt. Es iſt wahr, ſie hatte Alles gethan, um hübſch zu erſcheinen: einen Augenblick hatte ſie vor dem Spiegel Krieg, Vendée und Schlächterei ver⸗ geſſen: die naivſte Seele hat ihre Coquetterie, wenn ſie zu lieben anfängt und demjenigen, welchen ſie liebt, gefallen will.

Marceau wollte ſprechen, doch er konnte kein Wort hervorbringen; Blanche lächelte und reichte ihm ganz freudig die Hand, denn ſie ſah, daß ſie ihm ſo ſchön geſchienen hatte, als ſie ihm zu ſcheinen wünſchte.

Am Abend kam der junge Bräutigam der Schwe⸗ ſter von Marceau, und da jede Liebe, von der Eigen⸗ liebe bis zur Mutterliebe, egviſtiſch iſt, ſo gab es ein Haus in der Stadt Nantes, ein einziges vielleicht, wo Alles Glück und Freude war, indeß um daſſelbe ſich nur Thränen und Schmerzen fanden.

Oh! wie überließen ſich Blanche und Marceau ganz ihrem neuen Leben! wie ſchien ihnen das andere weit hinter ihnen zu liegen! es war beinahe ein Traum.