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den Bauern erſcheinen, der als Führer diente, das Ohr aufmerkſam auf das geringſte Geräuſch, und im⸗ mer bewacht von den zwei Soldaten, welche an ſei⸗ ner Seite gingen. Zuweilen hörte man auf den Flanken ein Rauſchen von Blättern; die Spitze der Colonne machte plötzlich Halt; mehrere Stimmen rie⸗ fen: Wer da?.. Nichts antwortete, und der Bauer ſagte lachend:„Es iſt ein Haſe, der ſein Lager ver⸗ läßt!“ Hefters glaubten die zwei Soldaten vor ſich etwas ſich bewegen zu ſehen, was ſie nicht unter⸗ ſcheiden konnten; ſie ſagten zu einander:„Schau doch!..“ und der Vendeer erwiederte:„Es iſt Euer Schatten, laßt uns weiter gehen.“ Plötzlich, bei der Biegung der Straße, ſahen ſie zwei Männer vor ihnen aufſtehen; ſie wollten rufen: Einer von den Soldaten fiel, ohne daß er Zeit gehabt, ein Wort hervorzu⸗ bringen; der Andere wankte eine Secunde und hatte nur noch Zeit, zu ſagen:„Herbei!“
Zwanzig Flintenſchüſſe gingen auf der Stelle los. Beim Scheine dieſes Blitzes konnte man drei Män⸗ ner unterſcheiden, welche flohen; der Eine von ihnen wankte und ſchleppte ſich einen Augenblick längs der Böſchung fort, in der Hoffnung, die andere Seite der Hecke zu erreichen. Man lief auf ihn zu: es war nicht der Führer; man befragte ihn, er antwortete nicht! ein Soldat ſtieß ihm das Bajonnet durch den Arm, um zu ſehen, ob er todt ſei: er war es.
Nun wurde Marceau der Führer. Das Stu⸗ dium, das er über die Hertlichkeiten gemacht, ließ ihn hoffen, er werde ſich nicht verirren. Nachdem man noch eine Viertelſtunde marſchirt war, erblickte man wirklich die ſchwarze Maſſe des Waldes. Hier ſollten ſich


