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der Freiheit herbeiführen, doch bis jetzt hat ſie nur
die Freiheit ohne irgend eine Philoſophie oder Li⸗ teratur herbeigeführt.
„Sage der Frau Gräfin und dem Herrn Grafen, nd ich ſei ihnen dankbar für ihre guten Wünſche in Be⸗ i treff meiner, doch ich lebe ziemlich friedlich hier im ern Verkehre mit meinen Freunden. eine„Röéveillon iſt unter der Protection von Santerre.
„Paris verlaſſen, das heißt alle meine Gewohn⸗ heiten verlaſſen, wäre für mich der Tod. Ich ößt, zweifle nicht, daß ich bald ſterben werde, und heute
85 bietet ſich die Gelegenheit zu ruhmvollem Hinſcheiden; und dennoch finde ich das Leben ſehr gut, ſo oft ich ße: dein Portrait anſchaue...“
ten und Ingénue hielt hier an. n
„Ein trauriges Land, dieſes Frankreich!“ ſagte äſſe ſeufzend die Gräfin;„ſind wir hier nicht glücklicher, meine Kinder? ſprecht!“ enn„Oh!“ rief Chriſtian,„glücklich wie die Auser⸗ der wählten mit den Engeln!“
Ingénue ſchlang zwei ſchöne weiße Arme um tet den Hals ihres Gatten und küßte ſodann die Gräfin rtöi mit thränenfeuchten Augen.
In dieſem Momente trat ein Diener ein. ſie Er brachte auf einer ſilbernen Platte ein paar tär⸗ Journale und Briefe. inen Die Gräfin nahm die Journale und reichte ſie ihrem Sohne, während ſie die Briefe entſiegelte.
Der kleine Chriſtian war zum Portrait ſeines
ich Ahnherrn zurückgekehrt und ſchaute es mit zornigen und»Augen an.


