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mit Laune eine hübſche Schleife, die der Wind zierlich
ſich ſchwingen machte.
„Halt!“ ſagte Röveillon, indem er ſtehen blieb und ſeinen Kopf zurückwarf,„es ſcheint, man henkt Einen.“
„Das kommt mir auch ſo vor,“ erwiederte Rétif; „es iſt ein Uhr, und da man gewöhnlich um zwei Uhr henkt, ſo können wir wohl noch einen guten Platz finden.“
„Sie ſehen alſo dergleichen Dinge gern?“ fragte Réveillon nicht ohne einen gewiſſen Ekel.
„Ei! ich bin ein Schriftſteller, der genöthigt iſt, Gemälde von allen Genres zu machen; mein Freund Mercier iſt wohl genöthigt geweſen, alle ſchlechte Häuſer von Paris zu beſuchen und jede Kloake, jedes abſcheuliche Loch zu ſtudiren?“
„Und Sie wollen ihm nachahmen?“
„Gott behüte mich: Imitatores, Sservum pecus 5
„Wie beliebt?“
„Ich ſage, mein lieber Réveillon, die Nachahmer ſeien eine Herde Laſtthiere.“
„Sie ahmen alſo Mercier nicht nach?“
„Einmal iſt er unnachahmlich; und dann ahme ich ihm nicht nach; ich ſchaffe, das iſt mein Genre.“ „Gut! und Sie haben Luſt, eine Henkeſcene zu ſchaffen?“
„Ja, warum nicht? ich will ſehen, wie ein Schurke ſterben kann.“
„Kennen Sie denn den armen Sünder?“
„Genau.“
„Wie, genau?“
„Ja, und Sie auch.“
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