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„„Ich, Ingénue Rétif de la Bretonne, verſichere, daß mein Gatte Auger mich, am Tage des Brandes und der Plünderung des Hauſes Réveillon, in dem Theile des Hauſes, welchen man die Kaſſe nennt, mit einem Meſſerſtiche niedergeſtoßen hat; zum Be⸗ weiſe habe ich die Wunde und den Zeugen gegeben, der mich gerettet...““
„Falſchheit! Lüge! Verleumdung!“ rief Auger. „Wo iſt Ingénue? Da ſie mich anklagt, ſo muß man uns confrontiren. Wo iſt ſie? wo iſt ſie?“
„Ich fahre fort,“ ſprach der unbarmherzige Com⸗ miſſär;„hören Sie, mein Herr; Sie werden hernach leugnen, wenn Sie den Muth dazu haben.“
„„Und ich bezeuge überdies, daß mein Gatte mich mordend ſich dafür rächen wollte, daß ich ihn auf friſcher That des Diebſtahls ertappte.
„„Ingénue Rétif de la Bretonne, verheirathete Auger.““
„Oh!“ machte Auger erbleichend.
Und er ſuchte das Auge von Röétif, das er flam⸗ mend und zugleich geſchärft traf..
Der Elende blieb wie niedergedonnert von die⸗ ſem Blicke.
Bald aber ſich wiederbelebend, ſagte er:
„Iſt das Alles?“
„Nein, das iſt nicht Alles,“ antwortete der Com⸗ niſſär;„ſchauen Sie, was unter der Unterſchrift Ihrer Frau geſchrieben ſteht:
Dumas, Ingénue. II. 4


