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nur Geld, ſondern auch Zeit, nicht nur Zeit, ſondern auch Muth.
Beutete man ein wenig ſein Unglück durch die Politik und die Sympathie der Religionsverwandten aus, ſo war es möglich, das Vermögen des unglück⸗ lichen Tapetenfabricanten wiederherzuſtellen.
Santerre bot Geld; das war Alles, was er bieten konnte.
Röveillon, der, damit ſeine Töchter in Sicherheit, unter Obdach wären, gern Zimmer und Tiſch bei Santerre angenommen hatte,— es war noch die Zeit des Austauſches von Gaſtfreundſchaft,— Ré⸗ veillon erzürnte ſich, ſobald man in ihm den Kauf⸗ mann erweckte.
Ihm zwanzigtauſend Livres anbieten, das war ſchön, und dennoch fühlte er ſich gedemüthigt.
Er fing damit an, daß er es ausſchlug.
Sodann erklärte er, zwanzigtauſend Livres kön⸗ nen ihm von keinem Nutzen ſein; er beklagte ſich viel über den Verluſt ſeines Portefeuille, das ſo viel Werthe und beſonders die Realiſirung ſeiner Gewinne vom Jahre enthielt.
Doch war nicht Alles dies verbrannt, geraubt, folglich verloren?
Das konnte ſich auf eine ſo anſehnliche Summe belaufen, daß hiegegen zwanzigtauſend Livres durch⸗
aus nichts bedeuten würden.
Santerre begriff, und ſelbſt verletzt beharrte er nicht bei ſeinem Anerbieten.
Nichtsdeſtoweniger war ſein Geſicht das, was es ſein mußte, das heißt vollkommen ſanft und freund⸗ lich gegen ſeinen unglücklichen Gaſt.


