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Der Brief am Morgen, der Beſuch im Faubourg und dieſe nächtliche Erſcheinung waren mehr als ge⸗ macht, um den wackern Rétif am Schlafen zu ver⸗ hindern.
Er entwarf ſeine Pläne und nahm ſeine Dimen⸗ ſionen mit der Ruhe eines feſten Mannes. Hätte ihn Auger wachen ſehen, wie er Auger hatte wachen ſehen, das wäre für den Schuft ein ſolcher Schrecken geweſen, daß er ſogleich an die Flucht oder an das Verbrechen gedacht haben würde.
Am andern Morgen empfing indeſſen der Greis ſehr liebreich den Beſuch ſeines Schwiegerſohnes. Er ließ ſich durch ſeine Fuchsſchwänzereien wiegen, trank den Kaffee mit Sahne, den man ihm einſchenkte, brennend heiß, und aß ſogar mit ſehr gutem Appetit, was den vortrefflichen Sohn entzückte.
Auger war hinfort ſeines Sieges ſicher; ſobald er ſich entfernt hatte, zog Rétif ſeinen blauen Ueber⸗ rock an und ging aus, um Röéveillon einen Beſuch zu machen.
Es iſt in der That Zeit, daß wir auch einen Be⸗ ſuch dieſem Opfer der Revolution abſtatten, welches der Hof Anfangs hatte machen wollen, und das er ſpäter nicht mehr hatte aufhalten können.
Völlig zu Grunde gerichtet, war Réveillon Phi⸗ loſoph geworden.
Er fand Tröſtungen ſelbſt bei ſeinen früheren Feinden.
Sein Unglück machte ihn intereſſant. Die Repu⸗ blicaner,— wir bitten unſere Leſer um Verzeihung, daß wir dieſes 1789 noch unbekannte Wort ausſpre⸗ chen,— die Republicaner, ſagen wir, geriethen in


