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Schief gehöhlt, beſtrich das Loch mit dem Geſichte das ganze Zimmer des Elenden.
Durch dieſe kleine Heffnung verlor der Blick von Rétif nichts vom Plafond bis zum Fußboden.
Rétif machte die Erfahrung noch an demſelben Tage; er hatte ſich den Kranken ſpielend zu Bette gelegt, um nicht die Erſtlinge ſeiner Erfindung zu verlieren.
Er ſah Auger mit ſeinem Lichte hereinkommen. Das Spiel dieſer Phyſiognomie, bei den röthlichen Refleren des brennenden Dochtes, hatte etwas Er⸗ ſchreckliches, das den guten Mann in ſeinem Bette erbleichen machte.
In der That, Auger, der nicht vermuthen konnte, er werde bemerkt, kam mit ſeinem natürlichen Ge⸗ ſichte zurück, das heißt mit der ekelhaften Gleich⸗ gültigkeit des wilden Thieres; er war häßlich ſo.
Sein Geſicht hatte keinen Geiſt; ſeine Augen ſahen, ohne zu ſchauen; ein gewiſſes Zuſammenziehen ſeines Mundes in den Momenten, wo er ſich bewachte, hatte einer völligen Trägheit Platz gemacht. Der Stumpſfſinn, die Schlaffheit der Lippen, die Wild⸗ heit des Blickes machten aus dieſer Phyſiognomie einen abſcheulichen Typus.
Das Thier ſuchte um ſich her und ſah bald aus, als ob es ſich erinnerte.
Der Gegenſtand von dieſem Gedächtnißaufſchwunge war Rötif; das Geſicht erleuchtete ſich, die Hände beweg⸗ ten ſich, die Beine trugen den Leib nach der Thüre.
Da erfaßte Rétif die unangenehme Empfindung dieſes nahe bevorſtehenden Beſuches: er wollte ſich ſtellen, als ſchliefe er.
Dumas, Ingénue. III. 10


