Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

108

Wie! er hat den Marſtall von Artvis verlaſſen?

Der Herr hat ſeinen Abſchied genommen: er will nicht mehr den Tyrannen dienen.

Ein Ausdruck des Ekels trat auf dem Geſichte von Chriſtian hervor.

Er hatte einen Augenblick den Gedanken, Ingé⸗ nue anderswohin zu bringen.

Doch wohin?

Ueberdies erinnerte er ſich, welche Sorgfalt Marat bei ihm angewandt, und welche Geſchicklichkeit er entwickelt hatte, als man ihn verwundet zu Marat ge⸗ bracht, wie man heute Ingénue zu ihm brachte.

Ah! ſagte er,ich bin bei Herrn Marat... Aber wo iſt er denn?

Weiß ich es! verſetzte Albertine;er hat ſeine Angelegenheiten, und er ſagt nicht, wohin er geht.

Ah! meine liebe Frau Albertine! rief Chri⸗ ſtian,laufen Sie geſchwinde, ich bitte Sie inſtändig. Sehen Sie nicht, daß das arme Kind ſtirbt?

Geſchwinde, geſchwinde, das iſt leicht zu ſagen,

entgegnete die Alte, indem ſie dieſes anbetungswür⸗ dige Geſicht mit einem tiefen Haſſe gegen die Schön⸗ heit, die Jugend und die Anmuth von der Seite an⸗ ſchaute.Geſchwinde! und ich verſichere Ihnen doch, ich wiſſe nicht, wo der Herr iſt.

Oh! ſuchen Sie ihn da, wohin er zu gehen pflegt.

Und der Habſucht von Albertine ſich erinnernd,

zog er ein paar Louis d'or aus der Taſche, und ſagte zu ihr: Hier, meine liebe Frau Albertine, nehmen Sie. Albertine nahm die Goldſtücke gierig und ſchickte

Fre mic

jun

tete Sch heit