Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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Herz dieſen zuckenden Leib, er verzehrte mit Küſſen dieſe ſchon vom Siegel des Todes bezeichneten Lippen, und in einem wüthenden Anfalle von Verzweiflung ging er ohne zu wiſſen wohin und verlangte von Gott nichts Anderes, als wenn er Ingénue von der Erde nehme, mit ihr ſterben zu dürfen.

Chriſtian lief alſo wie wahnſinnig, beladen mit ſeiner koſtbaren Laſt, eine Hand auf dem Herzen der jungen Frau, um ſeine letzten Schläge zu befragen; zuweilen nur blieb er ſeufzend ſtehen, um Athem zu ſchöpfen und das Blut mit ſeinem gerötheten Taſchen⸗ tuche zu ſtillen.

Die Gedanken hatten ihn verlaſſen: als er In⸗ génue immer bleicher, immer kälter werden und mehr und mehr dem Tode zugehen ſah, verlangte er nur den Tod.

Plötzlich hielt ihn ſein guter Engel auf.

Warum ſollte man Ingénue nicht retten? flüſterte er ihm ins Ohr.

Chriſtian ſtieß einen Freudenſchrei aus; er öffnete die Augen wieder einer ganz neuen Ideenordnung.

Ja, ſie retten! murmelte er.Ich werde ſie retten! ich werde ſie retten, und ſie wird mir das Leben zu verdanken haben!

Ein Fiacre fuhr vorüber, Chriſtian rief ihn.

Zum Glücke war der Wagen leer: er kam gerade auf den jungen Mann zu.

Guter Gott! fragte der Kutſcher,was gibt es denn, mein junger Herr?

Mein Freund, antwortete Chriſtian,ich be⸗ fand mich mit meiner Schweſter mitten unter dem