Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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LVIII. Das Portrait.

Niemand hatte den jungen Mann durchſchreiten ſehen, ſo ſehr war Jeder mit ſich ſelbſt beſchäftigt, ſo ſehr war Jeder auf das Plündern und Zerſtören für ſeine eigene Rechnung erpicht.

In der That, die Einen ſchlugen ſich, die Andern zertrümmerten, wieder Andere ſtahlen.

Der Wetteifer im Stehlen, in der Zerſtörung oder im Kampfe herrſchte ohne Gleichen in dieſem unglücklichen Hauſe, das die Beute einer unglaub⸗ lichen Orgie von Habgier, Rache und Wuth gewor⸗ den war.

Indeß die Gardes frangaiſes, außen ſtreitend, allmälig von der Straße und von den Häuſern Beſitz ergriffen, von deren Fenſtern aus man vortheilhaft auf das Haus von Réveillon Feuer geben konnte, bemächtigte ſich das Raubgeſindel, zurückgedrängt, der Keller und ſoff ſich, ohne zu unterſcheiden, voll mit Branntwein, Wein, Weingeiſt, Liqueur und Terpentin.

Die Meiſten von dieſen Elenden ſtarben vergiftet, indem ſie berauſcht zu ſterben ſuchten.

Während dieſer Zeit zerriß Chriſtian ſein Sacktuch in Fetzen, tauchte es in das Baſſin des Gartens, legte es eiskalt auf die Bruſt von Ingénue, und ſetzte dann ſeinen Lauf fort, denn er dachte, ſie könne nie zu weit von dem unſeligen Hauſe weggetragen werden.

Und indeß er lief, preßte er tauſendmal an ſein

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