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Wahlen zufriedenen oder unzufriedenen Patrioten hin und her.
Einen Augenblick konnte Réveillon ſich vorſtellen, es ſei einer von den Sturmwinden, wie er ſie in den vorhergehenden Tagen hatte vorüberziehen ſehen; er habe ſeinen geräuſchvollen Weg durch den Fau⸗ bourg genommen; doch nach Art der Wolken werde er paſſiren, ohne etwas Anderes zu verwüſten, als die Fenſterſcheiben und die Laternen.
Röéveillon täuſchte ſich: der Sturmwind hörte nicht auf; er wuchs an Getöſe und dumpfen Drohun⸗ gen und concentrirte ſich vor dem Hauſe des un⸗ glücklichen Wählers ſelbſt; da er es nicht ſah, ſo beurtheilte er es wenigſtens ſo nach den Echos, welche das Geſchrei um ihn her erweckte.
Er verließ den Garten, eilte nach der Seite der Höfe und ſah, daß die Thore ſchon geſchloſſen waren; man war dem Befehle, den er geben wollte, zuvor⸗ gekommen.
Es erſchollen indeſſen einige unheimliche, lang⸗ ſame Schläge an dem maſſiven Thore; ſie waren nun das einzige Geräuſch, das ſich hörbar machte.
In der That, dieſe ganze Menge ſprach kein Wort; das war wohl die Minute der ſchwer laſten⸗ den, bedrohlichen Stille, die den großen Kriſen der Natur vorhergeht, wo der Vogel unter ſeiner Laube, das Rothwild in ſeinem Lager und ſogar der Menſch,
dieſer ewige, die Erde oder den Himmel befragende
Hedipus, ſchweigt.
Bei den Schlägen, die man an die Thüre that,
näherte ſich Réveillon ängſtlich und öffnete einen in


