lie⸗
dem
nerz zu
atte mit der
mei⸗
her. hat.
en ern, abe Nie und
nicht
an; Ver⸗ tellſt ange
hat
iebe licke,
vas,
t es
75
alſo ſchmerzlich, und wenn es ſchmerzlich iſt, ſo kann es nicht dauerhaft ſein.“
Ingénue ſchüttelte den Kopf.
„Er hat es mir verſprochen, er hat es mir ge⸗ ſchworen,“ wiederholte ſie;„er wird ſein Verſprechen erfüllen, er wird ſeinen Schwur halten.“
„Ach! mein armes Kind,“ erwiederte Rétif,„Du rechneſt ohne die Erfahrung. Es wird ein Tag kom⸗ men, wo Dein Liebhaber anſpruchsvoller ſein wird, und wo Du ſchwächer ſein wirſt.“
„Nein, mein Vater.“
„Dann liebſt Du ihn nicht!“
„Oh!“ rief Ingénue,„ich liebe ihn nicht!“
Erſtaunt über den Ausdruck, den Ingénue in ihre Worte gelegt hatte, ſchaute Rétif dieſe ſchöne Statue der jungfräulichen Reinheit tief an.
„Bemerke wohl, mein Kind, daß er, angenom⸗ men, er ſei treu, wie Du das annimmſt, vielleicht den Tod Deines Mannes wird abwarten müſſen. Auger iſt dreißig Jahre alt: er kann noch fünßzig Jahre leben; Ihr werdet jedes ſiebzig alt ſein, und Chriſtian ſogar vierundſiebzig: das iſt das Alter der Weisheit.“
„Mein Vater, es wird ſich eine Gelegenheit bie⸗ ten, meine Ehe zu löſen.“
„Ah! Du glaubſt?“
„Ich bin deſſen ſicher.“
„Und dann?“
„Dann wird Chriſtian mich heirathen.“
„Er hat es Dir auch verſprochen?“
„Ja, mein Vater.“
„Erhaben! erhaben Beide!“ rief der Greis in


