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übrigens ein wackerer Junge, ein allerliebſter Edel⸗
mann iſt.“
Ingénue machte eine Bewegung des Erſtaunens.
„Höre, höre meine Ideen, liebe Ingénue,“ ſprach Rétif,„und Du wirſt ſehen, was Alles an Jugend und Großmuth noch im Herzen Deines alten Vaters vorhanden iſt.“
„Ich höre,“ erwiederte Ingénue, halb freudig, halb beſorgt.
„Nun wohl,“ ſagte der Greis,„wir werden Dir eine zugleich beſcheidene und freundliche Wohnung wählen. Man wird dort eine kleine Wirthſchaft voll Eleganz einrichten; ich führe Dich dahin und ſpreche die ſacramentlichen Worte, die Dich mit dieſem neuen Gatten verbinden werden; wonach Du wohl verhei⸗ rathet durch meinen Willen, durch meine Wahl nur noch Deine Maßregeln in den Augen des Geſetzes, das barbariſch und blind iſt, zu nehmen brauchſt; Du wirſt aber wenigſtens nicht mehr vor Deinem Vater zu erröthen haben! und ich werde, ſtatt der Leere und der Verlaſſenheit, die mich bedrohen, zwei Kin⸗ der haben, die mich ſegnen werden für das ſüße
Leben, das ihnen mein feſtes Dazwiſchentreten ge⸗ ſchaffen hat. Ah! meine Ingénue, das iſt eine abge⸗ machte Sache. Du ſtellſt mir den jungen Edelmann vor; ich frage ihn, ob ſeine Abſichten rein ſeien, und will er Dich zur legitimen Gattin nehmen, in Er⸗ wartung der Gelegenheit, ſich mit Dir durch unauf⸗ lösliche Bande zu vereinigen, ſo wird, da ich nicht zweifle, daß er annimmt, die Ehe bald geſchloſſen ſein.. Nun, ſprich, biſt Du glücklich? habe ich meine Vaterrolle gut geſpielt? und habe ich da nicht


