Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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Was ihn betrifft, rief Rétif, nachdem er gegen Auger losgezogen,was Chriſtian betrifft, das iſt etwas Anderes, er iſt ein reizender junger Mann; er muß mit uns leben... Durch fortwährenden Verrath an den Geſetzen der Geſellſchaft ſtoßen uns die Böſen zurück und werfen uns allmälig den Ge⸗ ſetzen der Natur zu. Chriſtian muß Dein wahrer Mann ſein! Du mußt Dich, da ſich das Geſetz ſchänd⸗ lich zeigt und Dich zu einem ewigen Witwenſtande, zu einer grauſamen Qual verurtheilt, Du mußt Dich in den Schooß Deines Vaters flüchten und vom alten Beſchützer Deiner Jugend einen neuen Beiſtand, etwas Seltſames, Unerhörtes, um Dich zu retten, fordern.

Ingénue ſchaute ihren Vater mit ganz erſtaun⸗ ten Augen an.

Höre, ſprach Rétif,für die großen Uebel die großen Mittel, meine Tochter! Ich will nicht, daß Du die ſchändlichen Liebkoſungen dieſes Menſchen länger erduldeſt. Es iſt genug, daß die zarte Blüthe Deiner erſten Liebe ihm geopfert worden iſt; Du würdeſt Dich proſtituiren durch eine Gefälligkeit, die das Geſetz gebietet und die Moral, meiner Anſicht nach, verwirft. Dem zu Folge befehle ich, Dein Vater, Dir, Deinen Mann wegzujagen, will er fort⸗ an bei Dir ſeinen Gattentitel geltend machen. Ver⸗ ſtehſt Du, meine Tochter? Du mußt ihn wegjagen!

Das iſt ja geſchehen, mein Vater, antwortete Ingénue ruhig.

Ah! das iſt geſchehen?

Ja.

Je Du haſt ihm verweigert...7