Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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dienen, die Wähler, und die Wähler, die Deputirten zu machen. Das Volk! das iſt nichts, und es iſt Alles; doch um dazu zu gelangen, daß es Alles iſt, braucht es Jahrhunderte. Glücklicher Weiſe ſchlum⸗ mert das noch! es iſt eine unverſtändige Menge, die man unverſtändig erhalten muß.

Auger lächelte.

Röveillon hielt inne; er wollte wohl Auger zu

Rathe ziehen, Auger ſollte aber keine Meinung haben.

Haben Sie eine Einwendung? fragte er.

Gott behüte mich! antwortete Auger.

Ah! ſprach der Tapetenhändler,ſehen Sie, ich hätte Ihre Einwendung bekämpft als ein Mann, der die Frage ſtudirt hat... denn ich habe ſie ſtudirt.

Ich ſehe es wohl.

Ich ſage, man müſſe das Volk unverſtändig, unwiſſend erhalten, und mein Grund iſt...

Ich höre, ſprach Auger demüthig.

Man emancipirt das Volk nur durch den Un⸗ terricht; dieſer Unterricht fällt ungleich auf das Volk: er macht hier Klarheiten, dort tiefere Dunkelheiten;

er veranlaßt endlich die Unordnung, welche die gei⸗

ſtigen Getränke bei den Wilden hervorbringen: haben

ſie getrunken, ſo ſind ſie berauſcht; ſind ſie berauſcht,

ſo zerſtören und tödten ſie. Ich glaube alſo nicht, daß es für redliche Adminiſtratoren möglich iſt, die Verantwortlichkeit für die erſten Unordnungen auf ſich zu nehmen, die aus der Emancipation der Völ⸗ ker entſpringen würden, Unordnungen, welche ſo ſein

können, daß Gott allein das mögliche Reſultat kennt!

Röveillon ſchwieg erſchöpft; er punktirte ſeinen

Red fleh

dan