Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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Warum hatten der König und beſonders die Kö⸗ nigin zur Berufung dieſer Comparſen der Monar⸗ chie eingewilligt, welche bis auf dieſen Tag in den königlichen Tragödien nur eine ſtumme Rolle geſpielt, eine Rolle unier der des antiken Chors, welcher wenigſtens ſeine Freude oder ſeine Mißgeſchicke ſang?

Das Volk hatte unter Mazarin auch geſungen, doch man erinnert ſich der Worte des italieniſchen Miniſters: es hatte hiefür bezahlt!

Ahl man hielt das Volk nicht für ſo weit vor⸗

gerückt, noch für ſo tüchtig, als es war. Die Parlamentäre, welche die Reichsſtände ver⸗ langten; die Miniſter, die ſie verſprachen; Herr

Necker, der ſie zuſammenberief; der König und die

Königin, die dieſe Zuſammenberufung erlaubten, Alles dies glaubte durch die Beſchwörung dieſer rieſigen Maſſe dem Hofe bange zu machen, der ſeinerſeits dem König und der Königin bange zu machen anfing,

und längſt den Miniſtern und dem Parlamente bange

machte.

Wer war dieſer Hof? Es war der Adel und die Geiſtlichkeit, das heißt zwei Körper, welche beſtändig aus den Kaſſen des Königthums ſchöpften, und nie etwas gegen das, was ſie daraus nahmen, hineinleg⸗ ten; ſo daß die durch ſie hervorgebrachte Leere durch

das Volk ausgefüllt werden mußte, wie nach einem blutigen Kriege eben dieſes Volk die Lücken des Heeres

ausfüllte. Vermöge der Reichsſtände würden aber Adelige

und Prieſter verbunden ſein, nicht mehr ihren Theil von der Steuer zu nehmen, ſondern an der Steuer

Theil zu nehmen.

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