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welche von zu hoch herabſchauen, um die Einzelheiten zu unterſcheiden, und denen, weil ihnen die Einzel⸗ heiten mangeln, das Ganze entgeht.
Er ſah die Clubbs, die Affilirungen, die Brü⸗ derſchaften.
Er ſah die Welt in zwei ſehr von einander ver⸗ ſchiedene Geſellſchaften getheilt: die der Hungerlei⸗ denden und die der Freſſer.
Er ſah, daß, ſeitdem es ein Volk gab, das Volk hungrig war, ohne je geſättigt worden zu ſein.
Er ſah, daß, ſeitdem es Adelige, Steuerpächter
und Prieſter gab, dieſe immer gegeſſen hatten, ohne gefüttert zu ſein.
Er ſah, daß vom Gipfel bis zur Baſe der un⸗ geheuren Spirale, die mit dem König und der Kö⸗ nigin anfängt und mit dem Volke endigt, eine ge⸗ waltige Wuth der Bewegung ſtattfand.
Er ſah, daß alle dieſe Bewegungen viel mehr eigennützig, als verſtändig waren.
Er ſah, daß die Königin ſich viel in Bewegung geſetzt hatte, um Figaros Hochzeit zu ſpielen.
Er ſah, daß Herr Necker ſich viel in Bewegung geſetzt hatte, um die Reichsſtände zu verſammeln.
Er ſah, daß ſich das Volk viel in Bewegung geſetzt hatte, nicht nur um ſich zu bewegen, ſondern um ſeiner Thätigkeit ein Ziel zu geben.
Und da der vom König ſelbſt bezeichnete Zweck, da die demnächſt ſtattfindende Verſammlung der Reichsſtände einen trefflichen Vorwand für die Agi⸗ tation bot, ſo ſah Auger, daß ein Mann von Geiſt
eine ſehr angenehme Beſchäftigung in der Wahl


