Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
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darum Ihren Vater nicht verlaſſen, und dennoch werden Sie mir gegeben ſein.

Ahiſ Ingénue,Sie müſſen mir etwas Schlimmes vorſchlagen, Chriſtian.

Warum dies, Ingénue? 5

Weil Sie erröthet ſind, weil Sie zittern, weil Sie mir nicht ins Geſicht ſchauen. Oh! wenn Sie mich Geheimniſſe lehren wollen, die aus mir eine Frau machten, welche man verachten würde, Chriſtian, nehmen Sie ſich in Acht, ich werde Sie nicht mehr lieben!

Nun wohl, rief Chriſtian,es ſei! Sie flößen mir die ſeltſamſte Liebe für die Tugend ein nur bin ich beſſer als Sie, denn ich kenne den Preis davon, und Sie kennen ihn nicht; Sie ſind tugendhaft, wie eine Blume wohlriechend iſt; Sie haben kein Verdienſt hiebei, oder vielmehr, ich irre mich, Sie haben das Verdienſt der Blume ſelbſt; Sie duften balſamiſch, ohne ſich deſſen erwehren zu können. Wohl denn, Ingénue, Sie haben mich beſiegt; ich hege keine Begierde mehr nach Ihnen; ich werde wieder Ihr Bruder und rühre dieſe Krone von Reinheit und Unſchuld nicht an; nur müſſen Sie mir einen Eid ſchwören.

Welchen?

Chriſtian lächelte und nahm die junge Frau in

ſeine Arme; ſie wich nicht nur nicht zurück, ſondern ſchlang, lächelnd wie ein Kind, um den Hals des jungen Mannes ihre reizenden Arme, die ſich in einem zugleich weichen und markigen Kreiſe auf die Schultern von Chriſtian legten.

Nun, ſagte er,ſo ſchwören Sie mir, daß Sie

kein Mann, Ihren Vater ausgenommen, mit ſeinen