Teil eines Werkes 
11.-14. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

gehört! Ich weiß nicht, wie die anderen Frauen lieben; doch man ſagte mir immer, ich werde ſehen, was die Liebe iſt, wenn ich verheirathet ſei: nun bin ich verheirathet, und ich liebe Sie wie vor meiner Verheirathung. Da ſich dies alſo nicht geändert hat, ſo wird es ſich nie ändern; nur hatte ich vor meiner Verheirathung das Recht, Sie zu lieben und es Ihnen zu ſagen: heute begehe ich ein Verbrechen, indem ich Sie liebe, da ich nicht mehr mir gehöre.

Chriſtian konnte die Bitterkeit ſeines Lächelns nicht verbergen.

Aber zum zehnten Male, rief er,zum zwan⸗ zigſten Male wiederhole ich Ihnen, Ingénue, daß Sie nicht verheirathet ſind!

Nein, ich weiß es wohl, da ich meinen Mann fortjage; doch ich jage ihn fort, weil er ein Verbre⸗ chen begangen hat. Dieſes Verbrechen, das mich ihm gegenüber entbindet, entbindet mich nicht einem Andern gegenüber.

Hätte alſo Auger dieſes Verbrechen nicht be⸗ gangen, ſo wären Sie... ſeine Frau?

Allerdings.

Oh! verleumden Sie ſich nicht, Ingénue! ver⸗ leumden Sie nicht die Liebe! Ei! Sie ſind wie ein armer Blinder, der den Tag leugnen und behaupten würde:Ich ſehe nicht! folglich iſt Alles ſchwarz ſe und finſter in der Schöpfung... Ingénue! In⸗ ſch génuel ich habe Ihnen nur noch Eines zu ſagen... ju

Oh! ſagen Sie! ſagen Sie, Chriſtian! eir

Schenken Sie mir nicht Ihre ganze Zeit, Ihr 3 Se ganzes Leben; ſchenken Sie mir ein paar Stunden täglich in einem Hauſe, das ich habe. Sie werden kei

ð) S S+

S 8